Das französische Fremdenverkehrsamt Atout France stellt bei der diesjährigen ITB-Berlin sein neues Projekt "Nachhaltig Reisen" vor. In den fünf Regionen Aquitanien, Auvergne, Burgund, Champagne-Ardenne und Limousin haben Öko-Tourismusprojekte Priorität. Mit dem Zusammenschluss verschiedener Naturdestinationen unter einer Arbeitsgruppe fördert Atout France touristische Leistungsträger, die umweltverträgliche Produkte anbieten.
"Frankreich hat mit seinen vielfältigen Lebensräumen, die gerade in unseren Nationalparks erlebbar sind, seinen vielen Tier- und Pflanzenarten eine Biodiversität zu bieten, die ein großes touristisches Potenzial darstellt, deren Erhalt uns aber auch eine Verpflichtung sein muss", so Karine Lober, Marketingverantwortliche bei Atout France.
"Nachhaltiger Tourismus muss ökologisch tragbar und wirtschaftlich machbar und zudem ethisch wie auch sozial gerecht sein", so Yasmin Haun, Geschäftsführerin des Reiseveranstalters France Ecotours. In Frankreich gebe es viele Möglichkeiten für sanfte Mobilität, erklärt Haun. Zu den optimalen "Transportlösungen" zählen etwa die "Grünen Wege" oder der transeuropäische Fahrradweg Eurovelo-6.
"Eine gute Grundlage für den Naturschutz in Frankreich ist bereits gegeben, denn es gibt ein dichtes Netz an Schutzgebieten", so Haun. Neun Nationalparks, 163 Naturschutzgebiete, 45 Naturparks und mehr als 100.000 Hektar Küstengebiete gibt es in Frankreich. Geplant ist, 22 Prozent der gesamten französischen Küste, die mehr als 5.500 Kilometer umfasst, zum Schutzgebiet zu erklären.
Umweltbewusst surfen vor der Atlantikküste, Luxuscamping in der Flusslandschaft Lot-en-Garonne nahe Bordeaux und Übernachten in einer alten Mühle aus dem 15. Jahrhundert - das sind drei Reiseprodukte der Region Aquitanien. In den Regionen Limousin und Auvergne - beide im Zentralmassiv gelegen - können Gäste Urlaub am Bauernhof machen. In der Auvergne gibt es 109 Mineralquellen. In Burgund stehen 240 Kilometer Mountainbike-Routen zur Verfügung. Die Region Champagne-Ardenne gehört mit 450 Kilometer Radwegen zu den Fahrradtourismuszielen Nummer Eins in Europa. (pte)