
Wenn Vierbeiner nach dem Urlaub abgeschlagen wirken, ist dringend ein Tierarztbesuch anzuraten. Vor allem in Mittelmeerländern lauern tückische Infektionskrankheiten, die unbehandelt dramatische Krankheitsverläufe mit sich bringen können.
"Sind Hunde nach einer Auslandsreise matt, fressen wenig und spielen nicht, ist es möglich, dass sie sich mit einem der gefährlichen Erreger infiziert haben", beschreibt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier e.V., die ersten Symptome. "Das Problem ist, dass die Krankheitsanzeichen zu Beginn wenig eindeutig sind. Eine Blutuntersuchung kann dann erste Aufschlüsse liefern", führt die Veterinärin weiter aus.
Wichtig ist es, dem behandelten Tierarzt unbedingt von der Auslandsreise zu erzählen. Erst wenn dieser Kenntnis davon hat, dass der Hund auf Reisen war, zieht er auch Krankheiten in Betracht, die in Deutschland nicht auftreten. "Das gilt auch noch für Monate bis Jahre nach dem Auslandsaufenthalt", betont die Tierärztin.
Manche der betreffenden Infektionskrankheiten kommen erst viel später zum Ausbruch, zum Beispiel wenn das Tier durch einen Umzug oder einen Besitzerwechsel in eine Stresssituation kommt.
Weiß der Tierhalter vor der Reise über die Gefahren Bescheid, kann er sein Tier schützen: Spot on- Präparate, die auf die Haut geträufelt werden oder entsprechend präparierte Halsbändern halten Insekten ab, die als Überträger der gefährlichen Krankheiten fungieren.
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