
Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull hat die Bilanz der europäischen Airline Ryanair beeinflusst. Obwohl der Konzern die Kosten dafür auf 50 Millionen Euro beziffert und der Gewinn um rund ein Viertel auf 93,7 Millionen Euro einbrach, halten die Iren an ihren Jahreszielen fest. Bis März 2011 will Ryanair den Gewinn um 15 Prozent auf 350 bis 375 Millionen Euro steigern.
"Auch wenn die Airlines völlig unvorbereitet auf die Aschewolke waren, hat sie - wie am Beispiel von Ryanair deutlich - keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Bilanzen", sagt Bernd Maurer von der Raiffeisen Centrobank. Auch wenn die Billigfluggesellschaft die geschäftlichen Folgen der Aschewolke in Grenzen halten konnte, fielen im April und Mai fast 10.000 Flüge aus.
Ryanair hatte die Schließungen des Luftraums nach dem Ausbruch des Vulkans damals als "unnötig" bezeichnet. Wie der Konzern am Dienstag bekannt gab, kletterte das Ergebnis vor Sonderaufwendungen um ein Prozent auf 138,5 Millionen Euro. Beim Umsatz waren Steigerungen um 16 Prozent auf 896,8 Millionen Euro möglich. "Ein funktionierendes Kostenmanagement ist das Einmaleins einer jeden Airline", so Maurer.
Trotz eines Anstiegs der Treibstoffkosten um 34 Prozent auf 287 Millionen Euro im ersten Quartal erhöhten sich die Ausgaben um nur ein Prozent. Beim Personal zieht Ryanair weiterhin die Sparschrauben an. Auch die Abfertigungskosten hat das Unternehmen reduziert.
In den kommenden Quartalen will das Unternehmen vom Erfolg der "Niedrigpreis-Routen" weiter profitieren. Das Management plant, die Strecken auszubauen. Ziel ist es, die Kosten positiv zu beeinflussen. Die neu in das Programm aufgenommenen Ziele Malta und Malaga wurden bisher positiv von der Kundschaft aufgenommen, so Ryanair-Chef Michael O'Leary. (pte)
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